Rufen Sie uns an! Tel.: 069 861036

Informationen rund um die Pflegegrade (ehemals Pflegestufen)

Die ehemaligen Pflegestufen wurden am 01.01.2017 von den neuen Pflegegraden abgelöst. Alle Patienten die bereits eine Pflegestufe hatten, können von der Umstellung nur profitieren. Durch den sogenannten "Bestandschutz" werden keine Leistungen entzogen.

Damit Sie einen ersten Überblick über die Beantragung einer Pflegehilfe bekommen, haben wir für Sie einige wichtige Informationen zusammengestellt.

Bei der Einstufung der Patienten werden verschiedene Kategorien betrachtet, nach denen die jeweiligen Pflegegrade festgelegt werden.

Pflegegrade

  • Mobilität

  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

  • Selbstversorgung

  • Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen

  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Pflegegrad 1 - geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Personen mit Pflegegrad 1 sind weitgehend selbstständig und können sich selbst versorgen. Ohne fremde Hilfe können sie viele Bereiche des Alltags bewältigen. Es besteht kein Anspruch auf Pflegegeld. Seit der neuen Regelung können aber beispielsweise Entlastungsleistungen (z. B. gemeinsame Spaziergänge, Gesellschaftsspiele oder Unterstützung  beim Hobby) beantragt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit weitere Zuschüsse für die unterschiedlichsten Bereiche zu erhalten, von medizinischen Hilfsmitteln bis hin zu Pflegekursen für Angehörige.

Pflegegrad 2 - erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Menschen die bisher in die Pflegestufe 0 oder 1 eingestuft waren, werden automatisch in den Pflegegrad 2 überführt. Bei häuslicher Pflege durch einen Angehörigen besteht ein Anspruch auf monatlich 316 Euro Pflegegeld und bei Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst sogar bis zu 689 Euro. Auch hier gibt es die Möglichkeit weitere Zuschüsse für alltagserleichternde Unterstützung oder medizinische Hilfsmittel zu erhalten.

Pflegegrad 3 - schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Patienten der bisherigen Pflegestufe 2 sowie Menschen der Pflegestufe 1 mit Demenz werden in den Pflegegrad 3 überführt. Das Pflegegeld beträgt bei häuslicher Pflege 545 Euro und bei Pflegesachleistungen durch einen Pflegedienst 1.298 Euro. Bezuschussungen in Form von Entlastungs- oder Betreuungsleistungen gibt es auch innerhalb des Pflegegrades 3. Gerne informieren wir Sie über weitere Leistungen, wie die Möglichkeit zur Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege.

Pflegegrad 4 - schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Pflegebedürftige die bisher Pflegestufe 3 sowie Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz hatten, werden nun im Pflegegrad 4 geführt. Auch hier wird bei der Festsetzung des Pflegegeldes zwischen häuslicher Pflege durch einen Angehörigen (728 Euro) und professioneller Pflege durch einen Pflegedienst (1.612 Euro) unterschieden. Da Personen in der Pflegestufe 4 ihren Alltag alleine nicht bewältigen können, stehen Ihnen umfangreichere Möglichkeiten für weitere Zuschüsse zur Verfügung, beispielsweise für Tages- und Nachtpflege oder die stationäre Pflege in einem Pflegeheim.

Pflegegrad 5 - schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für die pflegerische Versorgung

Demenzkranke Personen der bisherigen Pflegestufe 3 sowie als „Härtefall“ anerkannte Patienten werden in den Pflegegrad 5 überführt. In diesem Pflegegrad stehen den Patienten die umfangreichsten Leistungen zur Verfügung. Somit beläuft sich die Höhe des Pflegegeldes durch Angehörige auf 901 Euro und durch einen ambulanten Pflegedienst auf 1.995 Euro. Welche weiteren Möglichkeiten zur Unterstützung bei der Pflege Ihnen zur Verfügung stehen, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. In diesem können wir direkt darauf eingehen, welche Hilfeleistungen für Sie sinnvoll und geeignet sind.